Der Titel des Artikels endet mit Gedankenpunkten „…“ Wie wird es hier wohl weitergehen? Vermutlich werdet ihr den Spruch in eurer Kindheit auch mitbekommen haben. Und wenn nicht, dann löse ich mal auf. Der Spruch geht wie folgt: Alle schauen auf das brennende Haus, nur nicht der Klaus, der schaut raus. Mensch, da ist ja richtig was los und man fragt sich wie die Situation wohl ausgehen wird. Leider gibt es keine weitere „offizielle“ Ergänzung, aber wir könnten was tun und die Situation wie folgt entschärfen. Da Klaus ein sportlicher Junge war, sprang er sich mittels eines Vorwärtssaltos aus dem Zweiten Stock, rollte sich auf dem Rasen ab, und brachte sich in Sicherheit. Er sah aus wie ein kleiner Superheld… Nach dieser Aktion genoss er die ihm entgegengebrachte Aufmerksamkeit…
Im Rückblick wird oft vieles klarer. Durch den Spruch wurde euch damals von den Eltern oder Freunden echte Lebensweisheiten mitgegeben. Leider hat man damals nie so wirklich über solche Sprüche länger nachgedacht… – Man weiß über das Feuer und seine Gefahren Bescheid und sollte ein brennendes Haus verlassen sobald man Hinweise auf einen Brand hat. Vermutlich hat der Klaus, wie die anderen Personen, die auf das Haus schauen, auch das Wissen wie er sich verhalten sollte. Leider hat er sein Wissen nicht in die Tat umgesetzt, hat nicht das das Haus verlassen und konnte nur hoffen, dass er irgendwie gerettet wird. In unserer Fortsetzung rettete er sich am Ende selber und hat noch mal Glück gehabt…
Das mit dem Lesen oder Mitbekommen von Informationen hilft dir letztlich nichts, wenn du das Gelernte nicht nutzt und in den vielen Situationen deines Lebens entsprechend, wissensnutzend reagierst. Wie häufig nutzt du denn jeden Tag die Informationen, die sich in deinem Gehirn befinden? Es regnet draußen, also reagierst du und nimmst einen Regenschirm mit. Du hast Hunger, also machst du dir was zu essen. Hier läuft alles nach Plan und du nutzt dein vorhandenes Wissen mittlerweile sogar schon mehr oder wenig auch unbewusst. Du willst Urlaub in fernen Ländern machen und stellst fest, dass dort diverse Krankheiten existieren und du dich schützen solltest? – Ja, genau, also ab zur Impfung. Und so weiter und so weiter…
Und wie sieht das mit deinem finanziellen Wissen aus? Nutzt du es regelmäßig oder verhältst du dich hier anders? Es ist schon erstaunlich das Jahr für Jahr das Anlageverhalten der Deutschen kritisiert wird. Immer sehr risikoavers und das häufige Nicht-Nutzen von Chancen. Hier besteht wohl weiterhin Bedarf, aber nicht im Hinblick auf den Wissensaufbau über Finanzen, sondern mehr im Bereich der Umsetzung des Wissens in die Tat. Dann muss vielleicht die Tochter mal der Mutter helfen einen Sparplan einzurichten. Dann wird jemand, eventuell du, am Abendbrottisch mal das Thema Anlagemöglichkeiten ansprechen und du deinen Familienmitgliedern helfen ihre monatlichen Sparraten anzuheben und ihre Sparpläne zu erhöhen. Du magst es unterschätzen, aber du kannst beeinflussen, wie in Deutschland mit dem Geld umgegangen wird. Zwar nur im Kleinen, aber das ist ein erster Schritt… Erzähl deine Freunden und Bekannten doch mal von den lesenswerten Finanzblogs die es so gibt… und unterstützte sie bei der Umsetzung ihres neu erlangten Finanzwissens. Vielleicht wird dir sogar durch andere geholfen, dein Finanzwissen zu nutzen, wer weiß? Dein Vater oder deine Oma sind vielleicht nicht so internetaffin, also hilf ihnen ein Onlinekonto anzulegen und richtige am besten direkt auch schon einen ETF-Sparplan mit ein.
Das Thema des aktiven Nutzens von Wissen kommt in diversen Sprichwörtern zum Ausdruck… Dir jedenfalls viel Erfolg und Spaß beim Nutzen und Anwenden deines Wissens. In diesem Sinne auch der durchaus philosophische Abschluss: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.